Limes-Wachturm 1:87

Art.Nr.:Sch657
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Kartonmodell zum Ausschneiden, Falzen und Zusammenkleben.
Bastelbogen eines Limes-Wachturms, basierend auf archäologischen Funden und Abbildungen auf der Trajanssäule. Maßstab 1:87 (Modellbahn HO), Größe 13 x 8 x 8 cm. Schwierigkeitsstufe 2 von 5, bestehend aus 2 Bastelbögen. Geeignet für den Modellbauer zur Herstellung eines Dioramas oder für Projekte an Schulen oder Museen.

Der Limes - Wachtürme an der römischen Grenze

Die römischen Legionen hatten seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. in den Randprovinzen feste Truppenstandorte, um die Grenzen des Römischen Reichs zu schützen. Mehr als die Hälfte der etwa 30 Legionen war von der Rhein- bis zur Donaumündung an der Nordgrenze des Reichs stationiert. Der Grenzabschnitt zwischen Rheinbrohl (Raum Koblenz-Bonn) und Kelheim an der Donau galt als besonders gefährdet. Deshalb sicherte von 85 n. Chr. an eine Befestigungsanlage, der sogenannte Limes, diesen Abschnitt. Die älteren Teile des Limes bestanden zunächst aus offenen Schneisen durch die dichten Wälder, später aus einer Palisade, die in der Folgezeit mit einem Wall- und Grabensystem ergänzt und  ersetzt wurde. An anderen Stellen wie in Raetien bildete in späterer Zeit eine fast 3 m hohe und 1 m dicke Mauer die Grenze. Die jeweils in Sichtweite errichteten Wachtürme dienten als Beobachtungspunkte und bildeten eine Meldekette für Signale, die durch Signaltrompeten oder Feuerzeichen weitergegeben wurden.

Entlang des 548 km langen „Obergermanisch-rätischen Limes“ wurde eine Vielzahl von Kastellen unterschiedlicher Größe errichtet und die Grenze durch eine Kette zahlreicher Wachtürme gesichert.  Die älteren Holztürme wurden ab dem späten 2. Jahrhundert von steinernen Wachtürmen abgelöst. Die Ruinen ihrer Fundamente sind häufig noch erhalten und können besichtigt werden. Diese Ausgrabungen und die Reliefs an der Trajansäule in Rom erlauben heute eine annähernd originalgetreue Rekonstruktion der Kastelle und Limestürme. Bemalte Kalk- und Putzreste an Standorten von frühen Holzwachtürmen legen nahe, dass die in Fachwerk-Konstruktion gebauten Türme mit einem weißen Kalkputz versehen waren. Aufgemalte Fugenstriche sollten dabei ein Mauerwerk imitieren und damit besonders beeindruckend wirken. Betreffend der Gestaltung der umlaufenden Beobachtungsplattform und der Dacheindeckung gibt unterschiedliche Rekontruktionsvorschläge.


 

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