Römisches Kriegsschiff, 1:100

Art.Nr.:Sch723
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Bastelbogen für ein römisches Kriegsschiff (Quinquereme)

Karton Bastelbogen für eine römische Quinquereme im Maßstab 1:100, Größe 52 x 22 x 21 cm. Modell mit vielen Details wie 3 Ruderebenen, Rammbock, Enterbrücke und Segeln.Schwierigkeitsstufe 4 von 4 (schwierig), bestehend aus 6 Bögen. Sehr detailliert, geeignet für den Modellbauer, zum Bau von Dioramen oder für Lernprojekte an Schulen oder Museen.

Die Quinquereme

Quinquereme bedeutet übersetzt soviel wie  "Fünfruderer". Dabei bezieht sich der Name auf die Zahl der Ruderer, die in einer Sektion saßen. Weder archäologische Funde noch zeitgenössische Abbildungen zeigen jedoch 5 Ruderebenen übereinander, da sich ein Schiff in dieser Bauweise mit einem hohen Schwerpunkt wohl ausgesprochen schwerfällig verhalten würde und kaum steuerbar wäre. Daher ist anzunehmen, dass die Ruderer wie bei einer Trireme auf 3 Ebenen saßen, wobei die beiden oberen Ruder jeweils von 2 Personen bedient wurden. Es gab Schiffe mit bis zu 30 Sektionen auf jeder Schiffsseite, sodass auf jeder Seite 150 Ruderer saßen. Ein Schiff konnte also von bis zu 300 Ruderern bewegt werden.

Die Qinquereme war eine Weiterentwicklung der karthagischen Trireme („Dreiruderer“). Die Römer hatten sie im 3. Jahrhundert vor Christus ihren Bedürfnissen angepasst. Zu dieser Zeit gehörten 100 Schiffe dieses Typs zur römischen Kriegsflotte. Dabei hatten die Römer damals noch nicht viel Erfahrung mit Kämpfen auf See. In den Punischen Kriegen (264-241 v. Chr. und 218-201 v. Chr.) wandten sie deshalb eine andere Kampfmethode an: Statt mit dem Rammbock am Bug den Gegner zum Kentern zu bringen, beschädigten die Römer die Schiffe zuerst mit Wurfgeschossen und stürmten sie dann über eine Enterbrücke (Corvus). Zur Ausstattung der Qinquereme gehörte neben dem Corvus noch mindestens ein Kampfturm. Doch das hatte auch einen Nachteil: Um die neue Ausstattung unterbringen zu können, musste man die Schiffe größer und breiter bauen. Sie waren also nicht mehr so schnell und beweglich. Nach den Punischen Kriegen verschwand der Corvus wieder von der Quinquereme. Überlieferungen zufolge war der Schiffstyp selbst noch bis zur Zeit des Kaisers Nero im Einsatz.

Eine römische Quinquereme ist nicht zu verwechseln mit einer Galeere, die meistens von Sklaven, Sträflingen oder Kriegsgefangenen gerudert wurde. Dieser Schiffstyp entstand erst im Mittelalter, wird aber umgangssprachlich oft auch auf die antiken Vorbilder angewendet. Die Ruderer auf einer Quinquereme waren freie Bürger der ärmsten Schicht, die für ihren Einsatz auf dem Schiff gut besoldet wurden. Nur im Notfall setzte man Sklaven ein und ließ sie aus diesem Anlass frei. Ein möglicher Grund dafür war, dass man die freien Bürger für zuverlässiger hielt.

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