Runenring, Bronze

Art.Nr.:200001
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Runenring aus Bronze

Der Runenring besitzt eine Breite von knapp 8mm, die Innenseite ist für einen hohen Tragekomfort leicht gewölbt (bombiert). Die Lieferung erfolgt mit Zertifikat im Schmucketui.

Aus Uppland in Schweden stammt die Ritzung des späten wikingerzeitlichen Alphabets, des Futharks mit insgesamt 16 Runen. Die Inschrift ist auf einen Knochen geritzt und hatte in dieser Form für den Besitzer sicher eine besondere Bedeutung. Es kommen hier unterschiedliche Runentypen (Kurzzweig- und Langzweig-Runen) zur Anwendung, die i- und n- Rune wurden im Vergleich zu anderen Futhark-Inschriften vertauscht. Es handelt sich also nicht um eine Runeninschrift im älteren Futhark, das normalerweise auf modernem Schmuck oder für pagane Riten verwendet wird, sondern um eine wikingerzeitliche Runeninschrift, die tatsächlich in dieser Form überliefert ist.

Publiziert in: M. Roslund, Runor - magi och meddelanden. IN: Makt och människor i kungens Sigtuna. Sigtunautgrävningen 1988-90 (Hg. S. Tesch). Sigtuna 1990

 

 

Runenring aus Bronze - Der archäologische Hintergrund

Die Sprache der Germanen ist von etwa 150 n.Chr. an durch Runeninschriften bezeugt. Die wohl älteste Inschrift findet sich auf einer außergewöhnlichen, sogenannten monströsen Fibel (etwa Typ Almgren 217) in einem Grab in Himlingöje, Dänemark. Die Runeninschriften, eingeritzt, -gehauen, oder -geprägt in Holz, Knochen, Stein oder Metall, geben für über eintausend Jahre Auskunft über die sprachliche Entwicklung in Nordeuropa.
Bis etwa 800 n.Chr. sind die Inschriften in einem Alphabet (sog. Futhark, nach dem Lautwert der ersten Buchstaben der Reihe) von 24 Runenzeichen abgefaßt. Jede dieser Rune hat ihren eigenen Namen, der auf ihre Aussprache zurückzuführen und in mittelalterlichen Runengedichten überliefert ist. Die Sprachwissenschaft konnte so schon frühzeitig das ältere Futhark rekonstruieren. Die Bedeutung der Rune erschließt sich aus ihrem Namen.

Mit der Entwicklung verschiedener germanischer Sprachen (z.B. den deutschen, angelsächsischen oder skandinavischen Dialekten)  wird auch das Futhark den jeweiligen regionalen Bedürfnissen angepaßt. Zur Zeit der Wikinger existiert eine auf 16 Zeichen reduzierte Reihe des jüngeren Futharks, das zudem in mehreren Varianten gebräuchlich war. Später wird diese, vor allem unter Verwendung weiterer differenzierender Punkte, wieder erweitert und im 13. Jahrhundert nach dem lateinischen Alphabet umgeordnet. Vor allem in Skaninavien war die Runenschrift bis ins späte Mittelalter hinein noch sehr gebräuchlich und existierte parallel neben der lateinischen Schrift. 
Gegenstände mit Runen sind keine Seltenheit, vor allem die Ritzung von Namen auf Schmuckgegenständen zum Kennzeichnen des eigenen Besitzes war weit verbreitet. Aber die Runen waren nicht nur praktisches Kommunikationsmittel des täglichen Lebens, sie standen auch in einer engen Beziehung zur Magie, „Rune“ heißt „Geheimnis“. Diese ursprüngliche Bedeutung des Wortes ist heute noch in den verwandten Wörtern „raunen“ und „Geraune“ erhalten.
Der Sage nach wurden die Runen von Odin geschaffen, der dafür 9 Tage und Nächte, vom eigenen Speer verwundet, an dem Weltenbaum Yggdrasil hing. Der göttliche Ursprung und die Möglichkeit, das gesprochene Wort für die Ewigkeit zu fixieren, erklärt die besondere magische Bedeutung der Runen an sich. Für einen normalen Menschen, der weder lesen noch schreiben konnte, musste dies einem Wunder gleich kommen.


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