Kelto-Römische Distelfibel, Bronze

Art.Nr.:391001
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Der Typus der Distelfibel entsteht um ca. 25 v. Chr. in der gallischen Oppida-Kultur und verbreitet sich in den folgenden Jahrzehnten westlich bis nach Britannien und östlich bis in die Rheinprovinzen, Helvetien und die Donau-Provinzen. Während sich frühe Distelfibeln einzeln in Männergräbern (z.B. Goeblingen-Nospelt) finden, entwickeln sich dieser Typus in den gallo-römischen Provinzen zu einem Bestandteil der einheimischen Frauentracht. In den Gräberfeldern nach der Zeitenwende gelten daher paarig auftretende Fundstücke meist als Hinweis auf eine Frauenbestattung. In einigen Fällen sind mehrfache Beigaben von Distelfibeln allerdings auch mit Waffenbeigaben vergesellschaftet, z.B. in Dobrichov-Pichora (Böhmen), Miesau, Schkopau oder Diersheim. In den Bestattungen werden germanische Krieger vermutet, die aufgrund ihres fremden kulturellen Hintergrundes die geschlechtsspezifische Trageweise nicht übernommen haben. Auch Funde von Distelfibeln in Militärlagern werden wahrscheinlich eher mit der Anwesenheit von germanischen Hilfstruppen als mit der von Frauen zu erklären sein.

Das Stück wurde zu 90% komplett neu gearbeitet. Basis war ein stark fargmentiertes Stück aus dem gallo-römischen Gräberfeld von Wederath / Belginum, das uns zur Verfügung gestellt wurde (Bild 3). Die Distelfibel wurde nach Originalvorlagen aus den Landesmuseen in Trier und Mainz und dem Römisch-Germanischen Museum in Köln mit plastischem Zierkranz und langer Spiralnadel in Bronze rekonstruiert. Das Stück datiert in die 1. Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr.

Größe ca. 86 x 50 mm, Lieferung im Schmucketui mit Zertifikat. Ein wirklich wunderschönes Stück!

Literatur:
Emilie Riha, Die römischen Fibeln aus Augst und Kaiseraugst, 1979
Böhme-Schönberger, Astrid - Die Distelfibel und die Germanen. Zwischen Rom und dem Barbaricum : Festschrift für Titus Kolník zum 70. Geburgstag, p. 215-224. Nitra : Archeologicky ustav SAV, 2002.


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Bewertungen:

TEXT_OF_5_STARSAutor: Rene am 13.03.2018

Rezension:

Zwei dieser Distelfibeln schmückten das römische Hochzeitskleid meiner Frau. Die Verarbeitung beider Fibeln ist hervorragend und sehr detailliert. Die Lieferung hatte etwas länger gedauert als ursprünglich angegeben, da der Guss sehr kompliziert ist und der erste Versuch misslang. Dafür war das endgültige Resultat umso beeindruckender.

TEXT_OF_5_STARSAutor:  am 24.02.2013

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