Kelten

 

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Keltischer Schmuck und Repliken aus der Latènezeit
Keltischer Schmuck - Das faszinierende Volk der Kelten prägte über viele Jahrhunderte die westeuropäische Kultur. Keltischer Schmuck besticht noch heute durch seine extravagante und außergewöhnliche Formgebung. Mythologische Figuren und Ornamente bestimmen das Aussehen des Schmucks der Kelten, der keltischen Fibeln und der keltischen Amulette, aber auch von Gerätschaften, Gürteln oder Halsreifen (Torques). Wir fertigen in unserer Werkstatt keinen modernen Fantasy-Schmuck, sondern  hochwertige Nachbildungen und Umarbeitungen archäologischer Fundstücke. Die wahre Geschichte ist ohnehin viel spannender, als wir uns in unserer Vorstellung ausmalen können. In Handarbeit entstehen massive und voll funktionsfähige Replikate in Museumsqualität aus besten Materialien
Keltischer Schmuck aus unserem Sortiment umfasst den Zeitraum von der Latènezeit bis zur frühen römischen Kaiserzeit, ca. 500 v. Chr. bis 20 n. Chr.


Weitere Unterkategorien:

♦ Anhänger 

Keltische Anhänger, Amulette und Glücksbringer

 

♦ Torques (Halsreifen) 

Keltische Torques und Halsreifen

 

♦ Fibeln 

Keltische Fibeln, Gewandnadeln und Broschen

 

♦ Gürtelhaken 

Keltische Gürtel, Gürtelhaken und Beschläge

 

♦ Ringe & Armreifen 

Keltische Ringe, Ringschmuck und Armeifen

 

♦ Ohrringe 

Keltische Ohrringe und Ohrschmuck in frühmittelalterlichem Design

 

♦ Sonstiges 

Besondere Repliken von keltischen Fundstücken

 


Die Kelten 

Mit der Erfindung des Eisens und dessen Verwendung für Werkzeuge und Waffen veränderten sich auch die Machtstrukturen, und damit auch die Kunst und Kultur, in Mitteleuropa. Die Archäologie benennt die ältere Phase der Eisenzeit  nach einem Fundort im Salzkammergut Österreichs “Hallstattzeit” (ca. 800-450 v.Chr.) und die jüngere Phase “Latènezeit” (ca. 450 bis 30 v. Chr.) nach dem umfangreichen Fundort La Téne am Neuenburger See in der Schweiz.

Da die Kelten keine eigenen schriftlichen Überlieferungen hinterlassen haben, sind die Texte griechischer und römischer Autoren wie Herodot, Strabon oder Polybios nur Informationen aus zweiter Hand, in denen sich Wahrheit, Legenden und Prophaganda miteinander vermischen. Ein einheitliches Volk der Kelten gab es nie, die Herrschaft lag in den Händen lokaler Stammesfürsten, die oft genug auch gegeneinander Krieg führten. 

Die Kelten treten nur dann aus dem Dunkel der Vorgeschichte, wenn sie aus den Wäldern des Nordens ihren Weg nach Süden suchen, um dort als Siedler und Plünderer ihren Anteil an den Reichtümern der antiken Welt einzufordern. Die Plünderung von Rom im Jahre 387 v. Chr. ging in die Geschichte ein, ihre Siedlungen in unmittelbarer Nähe zu etruskischen Städten, die Zerstörung von Delphi hundert Jahre später und die Gründung des Galater-Reiches in Anatolien haben ebenso dazu beigetragen, ihren Ruf als gnadenlose und fanatische Krieger zu manifestieren.

Das Volk der Kelten verschwand im Dunkel der Zeit. Besiegt von den Römern in Westeuropa und in Kleinasien, wurden die ehemals gefürchteten Krieger an den Rand der Zivilisation gedrängt. Die christliche Religion überformte ihre Glaubenswelt, und nach dem Einfall der germanischen Angeln und Sachsen in Britannien übernahm auch ihre Kunst völlig neue stilistische Elemente.  

Heute erinnern nur noch exotische Sprachen wie Bretonisch, Walisisch, Gälisch oder Kornisch an das Erbe der stolzen Krieger - und natürlich die Archäologie, die die faszinierenden Kunstschätze des vergessenen Volkes wieder an das Tageslicht befördert.


Keltischer Schmuck

Übereinstimmend mit den Berichten antiker Autoren erkennen wir im 5. Jahrhundert vor Christus einen Umbruch auch in der vorgeschichtlichen Kunst Mitteleuropas. Völlig neue Elemente verdrängen den alten Kunststil der Hallstattzeitlichen Kultur, inspiriert von Fabelwesen und mythologischen Figuren, die am ehesten mit den Skythen im Osten in Verbindung zu bringen sind. Während man früher noch von einer Zuwanderung der Kelten von dort ausging, ist die aktuelle Archäologie jedoch eher der Meinung, dass sich die neue Kunst auf der Grundlage der alten Hallstattzeitlichen Ornamentik weiter entwickelt hat. Sie ist ein Ausdruck von neuen Wertvorstellungen, Einflüssen aus dem Mittelmeerraum und einer neuen Glaubenswelt. Zahlreiche griechische und etruskische Importe beeinflussen auch die keltische Kunst. Kontinuierliche Siedlungen und sogenannte “Fürstensitze” über die zeitlichen Grenzen von Hallstattzeit und der neuen Latènezeit hinweg scheinen dies zu belegen. 


Keltischer Schmuck
- der frühe Stil

Der frühe Stil ab etwa 450 v. Chr. ist noch stark von der griechischen und etruskischen Kunst beeinflusst. Doch niemals geben sich die Künstler mit reinen Imitationen zufrieden. Beliebt sind geometrische Muster aus geschwungenen Kreisen, der sogenannten Zirkelornamentik oder fischblasenförmige Muster, deren Ursprünge bei mediterrane Palmetten, Lotos- oder Leier-Ornamenten zu suchen sind. Die Muster sind in der Regel flach oder nur leicht plastisch ausgearbeitet, die Formen im Gegensatz zur Kunst der Hallstattzeit weich und fließend.

Keltischer Schmuck
-
Der Waldalgesheim-Stil
(auch Ranken-Stil oder Pflanzen-Stil genannt)

Benannt nach Funden aus einem Prunkgrab zeichnet sich der etwa um 350 v. Chr. entstehende Waldalgesheim-Stil durch eine weiterentwickelte Ornamentik aus. Vor allem die florale, verschlungene Ranke ist ein beherrschendes Motiv, dazu kommen Blütenmuster und Spiralen. Auf den Reifen von Waldalgesheim sind die Ranken schon leicht plastisch ausgearbeitet, daher wird dieser Stils auch als Ranken-Stil oder Pflanzen-Stil bezeichnet. Menschliche Gesichter und Figuren verschwimmen nahezu unsichtbar mit der Ornamentik. Beide Stile existieren teilweise zeitlich nebeneinander.

Keltischer Schmuck
- Der plastische oder der späte Stil

Ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. wird der Waldalgesheim-Stil noch plastischer, die Motive werden noch stärker aus dem Schmuckstück herausgearbeitet.  Dieser plastische Stil wird zusätzlich durch Figuren von Fabelwesen oder Menschen ergänzt.

Keltischer Schmuck
- Der Schwertstil

Während der plastische Stil vor allem in der west-keltischen Kultur beliebt ist, erscheint im Ostkeltischen Raum eine Ornamentik, die vor allem zur Dekoration von Schwertscheiden verwendet wird. Diese ist meist flach ausgearbeitet und beschränkt sich auf geometrische Muster.

Keltischer Schmuck
- Römische Kaiserzeit und moderne Renaissance

Mit der römischen Eroberung der keltischen Siedlungsräume auf dem Kontinent und der Romanisierung endete die Eigenständigkeit der latènezeitlichen Kunst. Nach der Zeitenwende erlebt die Keltische Kunst noch einmal eine späte Blüte in Britannien. Modeerscheinungen wie farbenfrohe Emaille-Verzierungen oder die an die altkeltischen Fischblasen-Motive erinnernde Trompetenornamentik verbreiten sich von dort im ganzen Imperium. 

Während und nach der Völkerwanderungszeit entsteht aus den Resten der keltischen Kultur in Britannien und Irland durch neue Einflüsse wie den germanischen Tierstil ein neuer frühmittelalterlicher Schmuckstil. Vor allem in der Buchmalerei herrschen nun Flechtbandmuster und verschlungene Tier- und Fabelwesen vor.

Keltischer Schmuck
- heute

Die Faszination, die von den Kelten ausgeht, ist heute noch ungebrochen. Die mystische Welt dieses Volkes erschließt sich nur in Ansätzen, Vieles bleibt im Dunkeln. Heute blickt man mit einer gewissen Sehnsucht auf die Vergangenheit, auch wenn das tatsächliche Leben in der Eisenzeit für einen heutigen Menschen sicher mit einigen Herausforderungen verbunden wäre. 

Die Nachfrage nach keltischem Schmuck ist groß, und so verwundert es nicht, dass vielerorts alle möglichen Anhänger und Amulette als "keltisch" bezeichnet werden, auch wenn es sich dabei um reine Phantasie-Produkte handelt. Germanische Runenanhänger, mittelalterliche Flechtbandmuster oder feuerspeiende Drachen bekommen schnell das Attribut "keltisch" verpasst, weil es einfach verkaufsfördernd ist. 

Silber war bei den Kelten unbekannt, erst in der späten Latènezeit wurden erste Münzen aus diesem Material hergestellt. Vorzugsweise wurde Bronze zur Herstellung keltischen Schmucks verwendet. Wir bieten unseren Kunden auch dieses Metall als hochwertigere Alternative zur Bronze an, aber immer werden Sie bei unserem keltischen Schmuck den Bezug zur Archäologie finden. Alle unsere keltischen Repliken basieren auf tatsächlichen Funden aus der Latène-Zeit.