Phalera Attis, Silber

Art.Nr.:463002
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Diese Zierscheiben fanden vielseitige Verwendung als Applikationen und Ehrenabzeichen, vor allem im militärischen Bereich. Bekannt sind diese vor allem von Grabsteinen römischer Centurionen, die die Abzeichen an einem Brustgeschirr getragen haben (Bild 2).

Die Phalera mit dem Motiv des Attis war mit hoher Wahrscheinlichkeit ursprünglich an einem Ordengeschirr eines römischen Offiziers befestigt und wurde in Zweitverwendung als Emblem in einer silbernen Trinkschale verwendet (Bild 3).
Diese sogenannten Phialen finden sich z.B. im Hildesheimer Silberschatz und in einer vom Vesuv zerstörten Villa bei Boscoreale am Golf von Neapel.
Ähnliche Motive wurden auch als Verzierungen an Truhen oder Klinen angebracht.

Kybele ist ursprünglich eine Muttergottheit aus Anatolien, dem antiken Phrygien. Der Kybele-Kult wurde bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. nach Rom gebracht, im Jahre 191 v. Chr. wurde der Tempel für die "Magna Mater" auf dem Palatin eingeweiht. Ihre Funktion als Schutzgöttin der Städte und Festungen wird durch die Krone in Form einer Mauer symbolisiert.
Der Mysterien-Kult von Kybele und Attis war weit verbreitet, selbst in Mainz, Trier und Köln wurden Heiligtümer entdeckt. Eine Verbindung mit dem heimischen Matronen-Kult ist anzunehmen und hat die Verbreitung sicher begünstigt.

Der schöne Jüngling Attis war die große Liebe der Göttin Kybele. Er verschmähte jedoch die "Magna Mater", und im Zorn schlug0 diese ihn mit Wahsinn. Im Rausch verstümmelte er seine Genitalien und starb daran, dort wo das Blut zu Boden fiel, wuchs der heilige Baum der Kybele, eine Pinie. In Reuhe ließ die Göttin das Andenken an Attis durch Priester bewahren und gründete einen Tempel über dessen Grab. Zum Kult waren sinnigerweise nur Eunuchen zugelassen.

Zur Herstellung wird zunächst ein detailliertes Modell in Wachs hergestellt, das von Hand nachgearbeitet und anschließend in einem aufwändigen und authentischen Gußverfahren in Metall gegossen wird. Danach wird der Rohling erneut intensiv von Hand nachgearbeitet, verschliffen und poliert. Es handelt sich dabei nicht um dünnes Blech oder einen Kunstharzabguss mit dünnem Metallüberzug, sondern um eine sehr schwere und wertige Arbeit aus massivem Silber mit einem Durchmesser von ca. 90mm und einem Gewicht von über 200 Gramm. Zur Befestigung werden Nieten mitgeliefert.

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