Zierbommeln Glauberg, Bronze

Art.Nr.:667301
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Zierbommeln, Gürtelanhänger Glauberg, Bronze

Zu den prunkvollen Gürteln vom Glauberg gehörten kleine Zierbleche mit zwei Ösen,  an denen mit Ketten kleine Bommelanhänger befestigt waren. Gemeinsam mit großen Hohlringen bildeten sie dekorative Elemente an den Gürteln, der Funktion und Bedeutung leider heute nicht mehr zweifelsfrei geklärt werden kann.
Die Lieferung der Gürtelbommeln erfolgt mit Befestigungsniet.  

 

 


Keltischer Gürtel vom Glauberg, Grab 1 - Rekonstruktion

Durch die sorgfältige Ausgrabung der Blockbergung war es möglich, die Fundstücke genau zuzuordnen und eine anschauliche Rekonstruktion des Gürtels aus Grab 1 herzustellen. Der Gürtel aus dem keltischen Fürstengrab Nr. 1 bestand aus reich verziertem Rindsleder mit dem Haken auf der linken Seite. Die drei Löcher, in die der Haken eingesteckt  wurde, waren mit Zierblechen verstärkt.  Der Riemen selbst  war etwa 5 cm breit und verbreiterte sich im Bereich des Rückens auf mindestens 10 cm. Die Länge der Nietschäfte weist auf eine Lederstärke von etwa 3,5 bis 4,0 mm hin. Die breitere Rückenpartie des Riemens war mit 31 Ziernieten besetzt, die rautenförmig angeordnet waren. Das Lederende war umgeschlagen und steckte so mit doppelter Stärke im kästchenförmigen Beschlag des Hakens.

Weitere Zierelemente waren drei große Hohlringe aus Bronze, die mit einer etwa 1cm breiten und 1mm dünnen Lederschlaufe und einem Nietstift am Gürtelriemen befestigt waren.Unter den Schlaufen waren kleine Plättchen befestigt, an denen jeweils 2 Bronzekettchen mit Bommelanhängern herab hingen. Der zentrale Niet des Befestigungsplättchens war so angeordnet, dass er in der Mitte der Hohlringe sichtbar war.

Aufgrund der konservierenden Wirkung der Metallsalze konnte teilweise die Oberfläche des Leders mit halbkreisförmig angeordneten Kreispunzen rekonstruiert werden. Ein zusätzliches Kerbschnittmuster mit Kreissegmenten und Dreieckspunzen ist ebenfalls nachgewiesen und weist auf eine äußerst aufwendige Dekoration des Riemens hin. Leider lies der Erhaltungszustand keine vollständige Rekonstruktion der Verzierungen zu.

Glauberg Keltischer Gürtel Grab 1 Rekonstruktion

 

 

Keltischer Gürtel vom Glauberg, Grab 2 - Rekonstruktion

Der Gürtel aus Grab 2 ähnlt in vielen Datails und der Form der Zierelemente dem Gürtel aus Grab1, weist jedoch auch einige interessante Unterschiede auf.  Auch wenn das Leder nahezu vergangen ist, scheint hier eine Materialkombination mit Textil verwendet worden zu sein. Die Stärke des Riemens liegt auch hier bei 3,5 bis 4 mm, das am Ende umgeschlagen und doppelt im kästchenförmigen Beschlag des Hakens vernietet wurde. Zwei Einhakbeschläge verstärken die Lochungen zum Verschließen, weitere Zierniete bilden ein geometrisches Muster auf der Rückseite des Gürtels. 
Identische Hohlringe wie in Grab 1 bilden hier den Zierschmuck, allerdings waren nur 2 der Ringe am Riemen befestigt. Diese saßen scheinbar auch nicht zentral auf dem Riemen, sodern waren mit vergleichsweise tieferen Schlaufen befestigt. Eine praktische Verwendung, z.B. als Schwertaufhängung, wurde ausgeschlossen.

 

Keltischer Gürtel Glauberg Grab 2 Rekonstruktion

Rekonstruktionen nach Monica Bosinski

Monica Bosinski, Die Gürtel, IN: Das Rätsel der Kelten vom Glauberg, Stuttgart 2002

Literatur:

H. Baitinger/B. Pinsker (Red.), Das Rätsel der Kelten vom Glauberg (Ausstellungskat. Frankfurt a. Main 2002).
Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.), Der Glauberg in keltischer Zeit, Wiesbaden 2008

 

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