Kamm Anhänger, Bronzezeit

inspiriert von einem Altfund aus dem 19. Jahrhundert, vermutlich aus Dole (Jura), um 1000 v. Chr. Das Original befindet sich heute im Besitz des dem Musée d'Archéologie Nationale in Saint-Germain-en-Laye, Frankreich.

Die Symbolik ist umfasst viele Leitelemente der Bronzezeit: Sonnenrad, Barke, Ritueller Tanz und stilisierte Vogelköpfe.

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Bronzezeitliches Kamm-Amulett

inspiriert von einem Altfund aus dem 19. Jahrhundert, vermutlich aus Dole (Jura), um 1000 v. Chr. Das Original befindet sich heute im Besitz des dem Musée d'Archéologie Nationale in Saint-Germain-en-Laye, Frankreich, 

 

Handgefertigte Replik aus meiner Werkstatt

Diese detailgetreue Nachbildung eines bronzezeitlichen Anhängers entsteht vollständig in meiner eigenen Werkstatt. Jeder Anhänger wird von Hand aus massiver Bronze gefertigt, sorgfältig ausgearbeitet und patiniert, sodass Oberfläche und Ausdruck dem archäologischen Vorbild möglichst nahekommen.

Das Original – ein Altfund des 19. Jahrhunderts aus der Region Dole (Jura) – datiert in die Zeit um 1000 v. Chr. Der Anhänger besitzt einen oberen Ring und wurde vermutlich an einer Kette getragen oder als Amulett aufgehängt.


Gestaltung und Symbolik

Auf den ersten Blick erscheint das Stück wie ein stilisierter Kamm. Bei genauerem Hinsehen eröffnet sich jedoch eine vielschichtige Bildsprache:

  • Eine zentrale Gestalt mit erhobenen Armen und weitem Rock

  • Zwei stilisierte Vogelprotomen (Vogelköpfe mit Vorderkörper)

  • Eine bogenförmige Struktur, die als umgekehrtes Boot – eine Barke – interpretiert wird

Diese Kombination verweist auf zentrale Motive der bronzezeitlichen Symbolwelt.

Bronzezeit Kamm Amulett Sonnenbarke Tänzerin


Sonnensymbolik und Barken-Ornament

In der europäischen Bronzezeit ist die Sonne das zentrale religiöse und kosmologische Symbol. Sie begegnet uns in Gestalt von Rädern, Kreuzen, Sternen, Spiralen oder schlichten Kreisscheiben – abstrahiert oder bildhaft ausgestaltet. Kaum ein anderes Motiv ist so allgegenwärtig: Es findet sich auf Alltagsgegenständen ebenso wie auf kostbaren Prestigeobjekten.

Mal wird die Sonne von einem Pferd gezogen, mal von Wasservögeln begleitet, mal erscheint sie auf einer Barke, die ihren Weg über Himmel und Unterwelt symbolisiert. Selbst in stark reduzierter Form bleibt sie das prägende Zeichen der europäischen Bronzezeit – Sinnbild für Ordnung, Wiederkehr und kosmischen Zyklus.

Der hier nachgebildete Anhänger vereint mehrere dieser Motive in verdichteter Form:
Die beiden stilisierten Vogelprotomen können als Begleiter oder Träger der Sonne verstanden werden. Die gebogene Linie erinnert an eine Barke – jenes mythologische Gefährt, das das Gestirn durch den Tages- und Nachtlauf trägt.

So verbindet dieses Amulett Sonne, Vogel und Schiff zu einem Sinnbild für Bewegung, Wandel und Erneuerung – ein tragbares Symbol des bronzezeitlichen Weltbildes.


Die weibliche Gestalt und die Schnur­röcke der Bronzezeit

Die zentrale Figur mit erhobenen Armen und weitem Rock erinnert an Darstellungen bronzezeitlicher Frauen, insbesondere aus herausragenden Gräbern Skandinaviens und Mitteleuropas. Dort fanden sich sogenannte Schnur­röcke – aus gedrehten Wollkordeln bestehende Röcke, etwa im Grab des Mädchens von Egtved, der Dame von Champlay, La Colombine, oder anderer hochrangiger Bestattungen.

Solche Gewänder werden teils als rituelle Tracht interpretiert; einige Forscher vermuten, dass ihre Trägerinnen kultische Tänzerinnen oder Priesterinnen gewesen sein könnten. Die erhobenen Arme der Figur auf diesem Anhänger könnten auf eine kultische Geste oder eine Darstellung in Tanzhaltung hindeuten – eingebettet in den Sonnenkult der Bronzezeit.


Haar und Kamm – Schutz und Identität

Die Kammform des Anhängers ist vermutlich nicht zufällig gewählt. Haare hatten in vorgeschichtlichen Kulturen eine starke symbolische Bedeutung: Sie galten als Träger von Lebenskraft, Identität und sozialem Status.

  • Aus der Spätlatènezeit sind Amulettkämme bekannt, die offenbar nicht nur funktional, sondern auch magisch-symbolisch verwendet wurden.

  • Im Mantel der dänischen Moorleiche von Hundremose wurde ein eingenähter Kamm gefunden, der vermutlich eine apotropäische, also schützende Funktion hatte.

Auch antike Schriftquellen geben Hinweise auf die Bedeutung des Haares. In seiner Germania beschreibt Tacitus die besondere Haartracht germanischer Krieger – etwa den seitlich geknoteten Haarstil der Sueben – als Zeichen von Freiheit, Stand und Würde. Haar war damit nicht nur Schmuck, sondern Ausdruck von Identität und sozialer Ordnung.

Der Kamm als Objekt steht somit zwischen Pflege, Ritual und Schutz – eine Schnittstelle von Körper und Kosmos.


Ein tragbares Stück Bronzezeit

Diese Replik verbindet archäologische Authentizität mit handwerklicher Fertigung. Sie eignet sich als:

  • außergewöhnliches Schmuckstück

  • historisch inspiriertes Amulett

  • Begleiter für Reenactment und Living History

  • symbolträchtiges Geschenk

Jedes Stück ist ein Unikat – gegossen und von Hand ausgearbeitet in meiner Werkstatt.


Ein Amulett zwischen Sonne und Erde, zwischen Haar und Himmel – inspiriert von einer Zeit, in der Schmuck noch kosmische Bedeutung trug!

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Größe 45 x 41 x 2,5 mm
Hersteller Replik-Shop * Markus Neidhardt * Brunnenstr. 13 * 61194 Niddatal * www.replik-shop.de * mail@replik.de
Sicherheitshinweise Bronze kann abfärben und schwarze Spuren auf der Haut hinterlassen
Epoche Bronzezeit
Material Bronze
Art der Replik Anhänger
Lieferumfang Lieferung im Schmucketui mit Lederbändchen und Zertifikat
Farbe Bronze
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