Römischer Ring Pegasus, Bronze
Massiver Bronzering nach einem Fund aus dem Umfeld der Varusschlacht in Kalkriese. Handgefertigt im Wachsausschmelzverfahren mit dem mythologischen Motiv des geflügelten Pferdes Pegasus.
Ring mit Pegasus
Interpretation eines außergewöhnlichen Fundes
Unsere Nachbildung greift dieses außergewöhnliche Motiv auf und interpretiert es in massiver Bronze. Jeder Ring entsteht in sorgfältiger Handarbeit in unserer Werkstatt. Die Herstellung erfolgt im traditionellen Wachsausschmelzverfahren – einer aufwendigen Gusstechnik, die bereits in der Antike verwendet wurde.
So entsteht ein Ring, der nicht nur ein Schmuckstück ist, sondern ein Stück Geschichte: eine Hommage an einen faszinierenden Fund aus Kalkriese, an die römische Mythologie und an die Menschen, die vor über 2000 Jahren diese Landschaft prägten.
Wer diesen Ring trägt, trägt ein Symbol für Inspiration, Wissen und die zeitlose Kraft antiker Mythen – und ein kleines Echo jener Geschichte, die im Boden von Kalkriese verborgen lag.
Im Jahr 9 n. Chr. erschütterte ein Ereignis die römische Welt: In den Wäldern Germaniens wurde ein römisches Heer unter dem Statthalter Publius Quinctilius Varus vernichtend geschlagen. Die sogenannte Varusschlacht gilt als eine der folgenreichsten Niederlagen Roms und markierte das Ende der römischen Expansion östlich des Rheins. Als einer der wichtigsten archäologischen Orte dieses Geschehens gilt heute Kalkriese in Niedersachsen. Hier wurden tausende Fundstücke entdeckt – Waffen, Münzen, Ausrüstung und persönliche Gegenstände römischer Soldaten. Sie erzählen von dramatischen Stunden, aber auch von den Menschen, die einst hier waren.
Zu den besonders faszinierenden Funden aus dem Umfeld Kalkrieses gehört ein außergewöhnlicher Fingerring mit einer mythologischen Darstellung. Dieser Ring, dessen Motiv als Vorlage für unsere Interpretation dient, wurde im Jahr 2020 im Rahmen von Metallsondenprospektionen entdeckt. Es handelt sich um einen goldenen Fingerring mit einer eingelegten Gemme – einem geschnittenen Schmuckstein – auf dem eine Szene mit dem geflügelten Pferd Pegasus und einer Nymphe dargestellt ist.
Das Motiv: Pegasus und die Nymphe
Die Darstellung zeigt rechts den geflügelten Pegasus, der mit erhobenem Vorderhuf steht. Links von ihm sitzt eine Nymphe auf einem Felsen, hält einen Zweig in der Hand und gießt Wasser aus einem Gefäß. Diese Szene greift ein bekanntes Motiv der antiken Mythologie auf: Pegasus galt als wundersames Pferd, das mit seinem Huf Quellen aus Felsen schlagen konnte – darunter die berühmte Quelle Hippokrene auf dem Helikon, die als Quelle dichterischer Inspiration galt.
In der antiken Kunst wird Pegasus meist allein oder gemeinsam mit seinem Reiter Bellerophon dargestellt. Szenen mit Pegasus und Nymphen sind dagegen selten und gehören zu den besonders poetischen Bildthemen der römischen Kunst. Sie stehen für Inspiration, Wissen und die schöpferische Kraft der Natur. Der Ring aus Kalkriese zeigt dabei eine Szene, die in dieser Form bislang kaum überliefert ist – möglicherweise die Begegnung des Pegasus mit einer Quellnymphe oder die Entstehung einer Quelle durch seinen Hufschlag.
Herkunft und Bedeutung des Originals
Der originale Ring stammt aus der späten Republik oder der augusteischen Zeit, also aus der Zeit um die Varusschlacht. Seine Form und die Art der Gemmenfassung erlauben eine Datierung genau in diese Epoche. Der kostbare Goldring mit kunstvoll geschnittener Gemme deutet auf einen wohlhabenden Besitzer hin – möglicherweise einen römischen Offizier oder eine Person gehobenen gesellschaftlichen Ranges.
Solche Ringe waren in der römischen Welt mehr als Schmuck: Sie konnten Statussymbole sein, als Siegel dienen oder als Auszeichnung für militärische Leistungen verliehen werden. Dass ein solches persönliches Stück im Umfeld der Schlacht verloren ging, macht den Fund besonders berührend – vielleicht gehörte der Ring einst einem Menschen, der in den Ereignissen von Kalkriese sein Schicksal fand.
Vergleichsfunde
Darstellungen des Pegasus sind in der antiken Glyptik – der Kunst des Steinschneidens – durchaus bekannt. Allerdings zeigen sie meist andere Szenen, etwa Pegasus mit Bellerophon oder den Kampf gegen die Chimäre. Auch Darstellungen des Pegasus im Kreis mehrerer Nymphen sind aus römischen Mosaiken und Kunstwerken überliefert.
Der Kalkrieser Ring nimmt unter diesen Darstellungen eine besondere Stellung ein: Er gehört zu den frühesten bekannten Bildern, die Pegasus gemeinsam mit einer einzelnen Nymphe zeigen. Damit liefert er einen seltenen Einblick in die Bildwelt der römischen Mythologie – und in die geistige Welt seines Trägers.
| Lieferzeit | 3-4 Wochen |
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| Gewicht | 0.010000 |
| Hersteller | Replik-Shop * Markus Neidhardt * Brunnenstr. 13 * 61194 Niddatal * www.replik-shop.de * mail@replik.de |
| Sicherheitshinweise | Bronze kann abfärben und schwarze Spuren auf der Haut hinterlassen |
| Epoche | Römer |
| Material | Bronze |
| Art der Replik | Ringe |
| Lieferumfang | Lieferung im Schmucketui mit Zertifikat |
| Farbe | Bronze |
