Hirschamulett Hochscheid, Silber

Art.Nr.:168002
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Hirschamulett Hochscheid, Bronze

Keltischer Anhänger nach einem Amulett aus Hochscheid. Der Anhänger wurde auf ein tragbares Maß verkleinert, Durchmesser 32 mm.

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Die Mittelgebirgszone in Eifel und Hunsrück beherbergt eine ganze Reihe beeindruckender archäologischer Denkmäler. Ganz besonders fallen dabei die sogenannten keltischen „Fürstengräber" ins Auge, reich ausgestatte Grablegungen der älteren vorrömischen Eisenzeit. Zwischen 475 und 350 v.Chr. wurde unter großen Hügeln die keltische Oberschicht bestattet, Hals- und Armringe aus Gold, Fibeln, Gürtelteile aus Bronze und Eisen sowie zweirädrige Streitwagen wurden den hochrangigen Verstorbenen regelmäßig mit auf die letzte Reise gegeben.

Vier der wenigen Grabhügel, die sachgemäß ausgegraben wurden, liegen in der Nähe von Hochscheid im Hunsrück. Prunkvolle Waffen, Fibeln aus Goldblech und prunkvolle Gürtelbeschläge erblickten nach 2500 Jahren wieder das Sonnenlicht. Zu ihnen gehörte auch ein bronzener Gürtelring, der dem Replikat als Vorlage diente.

Die Goldschmiede, die den edlen Schmuck herstellten, bedienten sich dabei eines typischen Kunststiles, der immer wieder mit bekannten Formen experimentiert. Besonders häufige Elemente auf zahlreichen Schmuckstücken der Frühlatènezeit (so der archäologische Fachausdruck) sind knospen- oder keulenförmige Verdickungen, wie sie auch auf dem vorliegenden Ring anzutreffen sind. So tragen z.B. die goldenen Halsreifen von Besseringen, Rheinheim und auch der bekannte Halsschmuck vom Glauberg dieses merkwürdige Ornament. Die mythischen Vorstellungen, die sich mit Sicherheit damit verbinden lassen, sind allerdings im Laufe der Jahrtausende verloren gegangen.

Die Interpretation der stilisierten Tiere, wahrscheinlich Hirsche, ist dagegen plausibel: Der keltische Gott Cernunnos wird selbst auf dem berühmten Opferkessel von Gundestrup noch mit einem Hirschgeweih dargestellt, was die Besonderheit dieses Tieres im keltischen Kult noch unterstreicht. Esus-Cernunnos, dessen Haupt auch von Mistelblättern gekrönt ist (vergl. die Darstellung der Glauberg-Statue!), scheint mit dem Leben nach dem Tode verbunden gewesen zu sein, der Hirsch, so erzählen die keltischen Mythen aus Irland, lockt den Jäger in das undurchdringliche Dickicht der Wälder.

Der Anhänger wurde auf ein tragbares Maß verkleinert, Durchmesser 32 mm.


Lit.: A. Haffner, Die keltischen Fürstengräber des Mittelrheingebietes, in: Hundert Meisterwerke keltischer Kunst, Katalog zur Ausstellung, Publ. Landesmus. Trier Nr. 7, 1992
P. Jakobsthal, Early Celtic Art (Oxford 1944)
A. Haffner, Die westliche Hunsrück-Eifel-Kultur, Röm. Germ. Forschungen 36 (Berlin 1976)
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