Cingulum Rheingönheim, Bronze

Art.Nr.:644001
Preis
154,99 EUR
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Militärgürtel, Cingulum Rheingönheim

Kompletter Beschlagsatz nach dem Fund aus Rheingönheim. Die roten Koralleneinlagen passen optisch sehr schön zu den Gürtelplatten in rötlicher Bronze, die wir aufwändig in Handarbeit nach dem Guss verschleifen und polieren. Entsprechend des Fundes umfasst der Satz 5 Gürtelbleche mit Buckelplatten und Koralleneinlage sowie ein Schnallenblech mit Schnalle. Die Lieferung erfolgt montagefertig mit Nieten.

Eine Pugio-Aufhängung ist wie beim Originalfund nicht enthalten. Eine mögliche Rekonstruktion der Pugio-Aufhängungen kann separat bestellt werden. Die Verwendung separater Nieten für die Koralleneinlagen ist gegen einen Aufpreis von 5,-- Euro je Platte ebenfalls möglich.

 

Das Kastell von Rheingönheim

Auf der Fläche eines größeren Vorgängerlagers, möglicherweise eines nur kurzfristig genutzten Legionslagers, entstand unter Kaiser Claudius um 43 n.Chr. auf einer Bodenwelle in Nähe des Rheins ein Hilfstruppenkastell. Die Anlage war mit einer Grabenanlage umgeben, die Mauern des Kastells bestanden aus einer Konstruktion aus Holz und Erde.  Auch das umliegende Lagerdorf und ein Gräberfeld konnten durch Grabungen und Luftbildaufnahmen nachgewiesen werden.
Leider wurden die ersten Ausgrabungen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts nur schlecht dokumentiert. Zu den frühen Funden gehört ein Skelett mit Schwert (gladius), Militärgürtel (cingulum) und einer Münze des Augustus. Dieses wurde angeblich nicht auf der Fläche eines Gräberfeldes, sondern innerhalb des Kastells geborgen. Ein weiteres Skelett stammt aus der Grabenanlage des Kastells und konnte durch eine Münze des Nero datiert werden. Der Tote wird mit einer Zerstörung des Kastells in Verbindung gebracht, die möglicherweise auf einen Aufstand der Besatzung nach dem Tod Kaiser Neros 68 n. Chr. oder den Bataver-Aufstand 69 n. Chr. zurückzuführen ist. Nach einer kurzen Phase des Wiederaufbaus wird das Lager schließlich um 74. n. Chr. endgültig aufgegeben, während die zivile Siedlung weiter bestand. Das dazugehörige Gräberfeld endet erst mit Funden aus dem 4. Jahrhundert.

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