Medusa Lauersfort, Bronze

Art.Nr.:720001
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Medusa Phalera Lauersfort

Diese stark plastisch gearbeitete Zierscheibe ist von einem Fundstück aus Lauersfort am Niederrhein inspiriert. Der Durchmesser der in Originalgröße gefertigten Phalera liegt bei knapp 11 cm. Das Motiv der Medusa ist wunderschön dreidimensional gefertigt. Die Befestigung der Scheibe auf Lederriemen kann durch Bohrungen in den Außenring erfolgen, die Nieten hierzu werden mitgeliefert. Auf Wunsch können aber auch individuelle Ergänzungen wie Ösen oder Bügel auf der Rückseite befestigt werden. Die Phalera besteht aus echter Bronze und wird in Handarbeit im Wachsausschmelzverfahren hergestellt, aufwendig nachbearbeitet und poliert.

Medusa Phalera Lauersfort 

Auf dem Rittergut Lauersfort, zwischen Moers und Krefeld am Niederrhein, wurden 1857 oder 1858 bei Entwässerungsarbeiten mehrere reliefverzierte Plaketten mit plastischen Motiven entdeckt, die sich heute im Neuen Museum Berlin befinden. Aufgrund des wissenschaftlichen Wertes und der hohen künstlerischen Qualität sind Kopien davon auch in einigen anderen Museen zu besichtigen, beispielsweise im RGZM in Mainz oder im Museum Burg Linn.
Die insgesamt 9 Zierscheiben - zuzüglich einer halbmondförmigen Plakette und einer größeren Ehrenschale mit Eichenkranz - werden als römische Militärorden, sogenannte Phaleren, interpretiert. Diese wurden an verdiente Soldaten und Offiziere als Dona Militaria verliehen.
Auf einigen der Scheiben befinden sich der Name des Handwerkers (Medanus) und der Name des Besitzers (Titus Flavius Festus). Die Phaleren wurden höchstwahrscheinlich im 1. Jahrhundert n.Chr. in einer gallischen Werkstatt hergestellt, wobei bisweilen auch eine Entstehung im frühen 2. Jahrhundert für möglich gehalten wird.

Die Gorgo Medusa war in militärischen Bereichen aufgrund ihrer beschützenden Funktion ein beliebtes Motiv. Ihr Blick sollte Unheil fernhalten und Furcht unter den Feinden verbreiten. 

Diese Rekonstruktion widme ich Karin Verbis, die mich viele lange Jahre als Ansprechpartnerin und gute Seele im Saalburg-Museum begleitet hat. Als ich von ihrem plötzlichen Tod erfahren habe, saß ich gerade am Modell dieser Phalera. Die Gedanken an den großen Verlust, vor allem für ihre Familie, Freunde und Kollegen, haben meine Arbeit bestimmt - ebenso wie die Erinnerungen an all die Auftritte, Aktionstage und Museumsfeste, die wir so lange gemeinsam bestritten haben. Mir fehlen immer noch die Worte, um den Verlust zu beschreiben.
Aus diesem Grund trägt die Phalera auf der Rückseite die Widmung "Für Karin".

Darüber hinaus werden jeweils 10% vom Verkaufspreis an den Förderverein des Saalburgmuseums gespendet.

 

 

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