Irminsul Anhänger, Silber

Art.Nr.:226002
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Über dreißig Jahre benötigte Karl der Große, der ab 772 begann, die sächsischen Stammesverbände in sein Frankenreich zu integrieren. Unter dem Vorwand der Christianisierung der heidnischen Sachsen wurden machtpolitische Interessen mit dem Schwert durchgesetzt. Während zweier großer Feldzüge vernichtete Karl in der Nähe der Eresburg (Obermarsberg) das große zentrale Heiligtum der Sachsen, die „Weltensäule“ Irminsul.
Die Sachsen widersetzten sich in den kommenden Jahren jedoch unter Führung des Fürsten Widukind und schlugen das fränkische Heer am Süntel vernichtend. Auch Karls Missionare, die bereits an der Unterweser den christlichen Glauben verbreiteten, wurden erschlagen.
Der Gegenschlag Karls endete mit dem „Blutgericht von Verden“, über das in den Einhard-Annalen und den Reichsannalen aus dem Kloster Lorsch berichtet wird. Über 4500 aufständische sächsische Krieger und Adelige sollen zur Abschreckung hingerichtet worden sein. Widukind, der nach Dänemark geflohen war, kehrte später zurück und nahm den christlichen Glauben an.

Der Ursprung der Irminsul ist möglicherweise in der kultischen Verehrung des Weltenbaumes Yggdrasil zu sehen, der in der germanischen Mythologie eine zentrale Rolle spielt. Irmin, bei den Skandinaviern Tiu, war ein Sohn des Wotan (Odin). Als Kriegsgott und Schützer des Things, der Versammlung aller freien Männer, erfuhr er eine große Verehrung.

 

Irminsul - Unser Anhänger

 

Wie das zentrale Heiligtum der germanischen Sachsen, die Irminsul,  ausgesehen hat, bleibt eine offene Frage. Der Weg führt zu einem anderen Ort, der bis heute Anziehungspunkt vieler Germanenfreunde ist. Während die Archäologen schulterzuckend darauf hinweisen, dass die frühesten Funde und Befunde aus dem hohen Mittelalter stammen, bleiben die Externsteine westlich von Horn-Bad Meinberg in der Populärwissenschaft doch stets ein alter Kultplatz der heidnischen germanischen Vorzeit.
Davon unabhängig finden sich im Fels der Externsteine Reste einer alten Einsiedelei. Ab dem 11. Jahrhundert begannen christliche Mönche, Wohn- und Gebetsgrotten in den Fels zu schlagen. Aus dieser Zeit stammt auch ein gewaltiges Felsrelief, das eine Höhe von 5,50m aufweist. Es zeigt die Kreuzabnahme Christi mit mehreren Figuren, einem Drachen und einem geknickten Baum, möglicherweise einer Dattelpalme (Bild). Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass hier tatsächlich ein inhaltlicher Bezug zur Irminsul besteht.

Die Interpretation der Darstellung des geknickten Baumes als christlicher Triumph über das Heidentum wurde weitgehend ohne Kritik übernommen. Der Baum wurde als geknickte Irminsul und der Drache als Weltenschlange, das Symbol der Erdkräfte, gedeutet.
Auch wenn das tatsächliche Aussehen der Irminsul unbekannt ist und das Motiv der Externsteine keinen Bezug zur Irminsul hat, ist das Motiv heute noch sehr beliebt und gilt vor allem unter Anhängern des Asatru als ein Symbol für die germanische Religion an sich.

 

Größe des Irminsul-Anhängers ca. 28 x 25mm, Handarbeit aus echter Bronze. Lieferung mit Lederbändchen und Zertifikat.

 


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Bewertungen:

TEXT_OF_5_STARSAutor: Konrad am 26.10.2017

Rezension:

Sehr schöne Handarbeit unbedingt zu empfehlen! Bin sehr zufrieden!

TEXT_OF_5_STARSAutor: Katrin am 11.04.2014

Rezension:

2003 gekauft und trage den Anhänger fast täglich. Sehr schön.

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