Keltischer Triskell, Silber

Art.Nr.:103002
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Die florale Ranke ist ein Leitmotiv der frühen latènezeitlichen Kunst. In immer wieder wechselnden Formen und Verschlingungen zieht sie sich wie ein roter Faden durch das Formengut der keltischen Welt. Paul Jakobsthal, jüdischer Emigrant während des Nationalsozialistischen Regimes in Deutschland, hat 1944 in Oxford eine zweibändige Abhandlung veröffentlicht, das seither von der Forschung als Standardwert verwendet wird. „Early Celtic Art“ bietet einen Katalog der Ornamente, die in der Frühlaténezeit aufgetreten sind.
Der Dreierwirbel, auch Triskell genannt, ist ein uraltes Symbol, dessen frühestes Auftreten im bronzezeitlichen Formengut (so. z. B. als große Verzierung auf einem Schwellenstein vor dem Megalithgrab von New Grange, 3300 - 2500 v. Chr.) bezeugt ist. Die Bedeutung ist hier wohl in dem Zyklus von Geburt, Blüte und Untergang zu sehen, der alles Leben bestimmt.
Die Zahl Drei spielt außer als ständig wiederkehrende Zahl im keltischen Schmuck (z.B. auf Halsringen) auch in der keltischen Mythologie eine besondere Rolle, beispielsweise sind Abbildungen und Standbilder von dreigesichtigen Gottheiten überliefert. Auch den drei Spiralwirbeln ist damit sicherlich eine religiöse/kultische Bedeutung zuzuordnen.
Bis heute hat sich der Aber-(?)glaube an die glückbringende Wirkung der Zahl Drei erhalten: so soll man beispielsweise drei Frühlingsblumen essen, um das Jahr über gesund zu bleiben, beim Pilzesammeln die ersten drei Funde den Waldgeistern opfern, um danach um so mehr Pilze zu finden, dreimal ausspucken um Glück zu haben (toi, toi, toi), ebenso wird es mancherorts als glückbringend interpretiert, wenn man dreimal nüchtern niest oder eine Spinne dreimal über die Hand läuft.

Wahrscheinlich sollte das Symbol seinem Träger im Kampf Glück bringen, ihn stärken und unverwundbar machen. Selbst nach der römischen Eroberung finden die keltischen Symbole weiter Verwendung.
In der Bretagne gilt der Dreierwirbel auch heute noch als Symbol der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der „keltischen“ Bretonen von der Pariser Zentralregierung.

Dieser Triskell-Anhänger basiert auf dem Motiv Nr. 254 aus P. Jacobsthals "Early Celtic Art". In ähnlicher Form ist er beispielsweise als punzierte Verzierung auf keltischen Schwertscheiden der Latènezeit anzutreffen (Bild 2). Er ist doppelseitig gefertigt und wird mit Lederbändchen ausgeliefert. Hergestellt in Handarbeit aus hochwertigem 925er Silber. Durchmesser ohne Öse ca, 30 mm.


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