Radamulett (Rouelle), Silber

Art.Nr.:180402
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Diese Form der Amulettanhänger läßt sich seit der keltischen Epoche bis in die römische Kaiserzeit nachweisen. Als Kultgegenstände wurden die „Rouelles“ in Heiligtümern zu Ehren des Gottes Taranis deponiert, bei den Römern wurde die alte keltische Gottheit dem Himmelsgott und Blitzeschleuderer Jupiter gleichgesetzt.
In der römischen Provinz nördlich der Alpen findet man sogenannte Jupiter-Giganten-Säulen, auf denen der römische Himmelsgott als Reiter über seinen niedergeworfenen Gegner, einen Giganten, hinweg reitet. Oft trägt Jupiter dabei einen Schild in Form eines Rades. Dies ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie alter keltischer Kult von den neuen römischen Herren überformt, aber dennoch mindestens bis ins 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. weitergeführt wurde.
In der germanischen Kultur wurde der Gott Thor (oder, bei den Westgermanen, "Donar"- daher unser heutiges Wort "Donner") als Wettergott verehrt, der mit seinem Hammer Blitze schleudert. Der Donner wurde dabei vom Rumpeln und Poltern seines Wagens erzeugt, mit dem er von göttlichen Ziegen gezogen über den Himmel flog. Es ist aufgrund der Radamulette stark anzunehmen, daß es hierfür eine Analogie im keltischen Kult gab, von dem leider nur sehr wenige Überlieferungen existieren.

Handgefertigt aus massivem Silber, mit Öse und Karabiner als Amulett-Anhänger (Charm) für Gliederketten verwendbar. Durchmesser 20mm.

Bild 2: Jupitergigantensäule in Butterstadt bei Hanau
Bild 3: Gemälde "Thors Kampf gegen die Giganten" von 1872
Bild 4: Das Original

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