Gallorömischer Umgangstempel

Art.Nr.:GLGEBROM23
Preis
49,00 EUR
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Gebäude Römer 1/72

Gallorömischer Umgangstempel Martberg

Basierend auf der Rekonstruktion des provinzialrömsichen Umgangstempel aus dem Archäologie-Park Martberg ist dieser Bausatz im beliebten Maßstab 1/72 entstanden. Das Set besteht aus zahlreichen Bauteilen aus Resin sowie lasergeschnittenen Teilen aus Papier und Holz. Selbst für die Innendekoration gibt es bedruckte Papierbögen für die Gestaltung der aufwendigen Wandmalereien. Auch an besondere Details wie eine aufwendige Holztür oder Gitterfenster wurde gedacht! Wer aus dem Bausatz ein Schmuckstück an Diorama erstellen möchte, hat hier sämtliche Möglichkeiten. Empfohlen wird der Bausatz daher für Modellbauer ab etwa 12 Jahren, wobei etwas Erfahrung und/oder Talent sicher hilfreich ist. Enthalten sind alle notwendigen Bauteile und eine umfangreiche Bauanleitung. Die Lieferung efolgt ohne Klebestoff und Farben.

Abmessungen:
Breite: 180mm
Höhe: 145mm
Tiefe: 240mm

 

Gallorömischer Umgangstempel Martberg

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde bei Ausgrabungen auf dem Martberg, etwa 40km südöstlich von Koblenz, ein großer Tempelbezirk nachgewiesen. Während der Spätlatènezeit hatte sich die dortige Siedlung zur Blüte entwickelt und wurde mit einer Pfostenschlitzmauer auch militärisch befestigt. Der Tempelbezirk war bereits in keltischer Zeit von überregionaler Bedeutung und wurde nach der römischen Eroberung mehrfach umgestaltet und erweitert. Während sich die Siedlung an den Fuß des Martbergs verlagerte, wurde die Tempelanlage ausgebaut und erhielt spätestens im 3. Jahrhundert mehrere Steinbauten. Der zentrale Tempel war dabei Mars Lenus geweiht, der dem Martberg auch seinen Namen gab. Lenus war eine keltische Gottheit, die möglicherweise mit Krieg, aber vor allem mit Heilung in Zusammenhang gebracht werden kann. Dies belegen Inschriften auf den zahlreichen Opfergaben, die im Zuge der Ausgrabungen entdeckt wurden. Lenus wurde vor allem bei den Treverern verehrt, möglicherweise war er der Stammesgott dieses keltischen Volkes. Im Zuge der Romanisierung wurde Lenus mit dem römischen Gott Mars gleichgesetzt. 
Die Bauform des Tempels basiert dabei auf einheimischen Traditionen und entspricht nicht der klassischen römischen Bauweise. Kennzeichnend ist der zentrale Sakralbau (cella), der auf allen Seiten mit einem umlaufenden Säulengang (portikus) umgeben ist. Möglicherweise erforderten die traditionellen keltischen Kultpraktiken diese Bauform, beispielsweise weil das Heiligtum umrundet werden musste. Die Umgangstempel entstehen vor allem im späten 1. und 2. Jahrhundert n. Chr., nach der Christianisierung um 4. Jahrhundert werden die Tempelanlagen aufgegeben.

Große Teile dieser Tempelanlage wurden ab 2004 auf den antiken Grundmauern wiederaufgebaut und vermitteln gemeinsam mit anderen Rekonstruktionen einen lebendigen Eindruck der Lebens- und Glaubenswelt der Kelten und Römer im Archäologie-Park Martberg

 

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