Cernunnos Anhänger, Silber

Cernunnos Amulett als Anhänger. Die Darstellung des keltischen Gottes auf dem Anhänger ist inspiriert von einem gallo-römischen Weihestein aus Reims aus dem späten 1. Jhd. n. Chr.

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Cernnunos - Unser Anhänger

Cernunnos ist hier in der bekannten Haltung im Schneidersitz dargestellt, er trägt einen Reif am rechten Oberarm und einen Torques (Halsreif). Über seinen Knien liegt ein Beutel oder Sack, aus dem er seine Gaben für die Tiere des Waldes ausschüttet. Das Motiv ist inspiriert von einem gallo-römischen Weihestein aus Reims. Das Cernunnos-Amulett hat einen Durchmesser von ca. 25 mm. Es wird in Handarbeit aus massivem Silber gefertigt und mit Lederbändchen und Zertifikat ausgeliefert.

 

Der keltische Gott Cernunnos

Die Glaubenswelt der Kelten, ihre Geister, Götter und ihre Vorstellungen über den Tod und das Jenseits, sind seit langer Zeit Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchungen und esotherischer SpekulationenAuf dem keltischen Schmuck der Latènezeit begegnen uns stilisierte Fabelwesen, glaubschäugige Phantasiegestalten und fremdartige Symbole.

Die einzigen schriftlichen Quellen sind Texte zeitgenössischer Autoren wie Caesar, der Menschenopfer beschreibt und die Druiden als zentrale Träger weltlicher und religiöser Macht erkennt. Bei diesen Überlieferungen ist es schwer, Dichtung und Wahrheit zu unterscheiden.
Man darf auch eine Menge an Propaganda unterstellen, mit der man den potentiellen Gegner als barbarisch und unberechenbar, als Gefahr für die zivilisierte Welt brandmarken wollte.
Einerseits zeichnet die Archäologie ein Bild der keltischen Kultur, das von Fortschritt und Entwicklung bis hin zu den spätkeltischen Stadtgründungen der Oppida-Kultur berichtet, von weitreichendem Handel, kulturellen Austausch und technischen Errungenschaften wie der schnelldrehenden Töpferscheibe. Andererseits werfen Funde in Heiligtümern, in denen man hingerichtete Menschenopfer entdeckte, auch ein Licht auf die dunkle Seite der "edlen Wilden", deren hartes und entbehrungsreiches Leben von Aberglaube und magischen Ritualen geprägt war.

Die Götter der Kelten begegnen uns in stilisierter Form auf Schmuckstücken, manchmal versteckt in geometrischen Mustern, manchmal auch plastisch hervortretend. Der berühmte "Kessel von Gundestrup" wirft ein Schlaglicht auf die Götterwelt der Kelten, auch wenn die Symbolik der gezeigten Szenen eine Vielzahl von Interpretationen zulässt.
Einer der dargestellten Götter trägt ein Hirschgeweih, er begegnet dem Betrachter auch auf vielen Inschriften und anderen Gegenständen. Er wird als Cernunnos oder in der latinisierten Form als Cernenus, Cornutus oder Cornunus (von Cornu, das Horn) benannt.

Götter mit Hirschgeweih treten bereits in der Altsteinzeit auf und auch in anderen indo-europäischen Kulturen anzutreffen. Die prähistorischen Höhlenmalereien zeigen gehörnte Schamanen oder Götter, die höchstwahrscheinlich mit Jagdritualen in Verbindung stehen. Auch Cernunnos ist der Gott des Waldes und der Tiere. Er ist ihr Beschützer und Wächter, er bringt Fruchtbarkeit und Wohlstand. Auf dem Kessel von Gundestrup, der meist in das 1. Jahrhundert v. Chr. datiert wird, hält er einen Torques (Halsreif) und eine Schlange in seinen Händen. Cernunnos ist hier umgeben von einem Hirsch, Wölfen, Vögeln und anderen Fabelwesen.

Die hölzernen Figuren von zwei Ziegenböcken und einem Hirschen aus der keltischen Anlage von Felbach-Schmieden gehörten ursprünglich zu einem Kultbild und flankierten eine menschliche Figur, die leider nicht mehr erhalten ist. Auch hier kann man sicher von einer Darstellung des Cernunnos ausgehen. Rekonstruktion Cernunnos von Fellbach-Schmiden
Aus zahlreichen Sagen und Legenden des Mittelalters sind gehörnte Wesen, Geister und Helden bekannt. Gerade aus dem reichen Schatz der irischen Sagenwelt scheinen Erinnerungen an den alten keltischen Gott erhalten geblieben zu sein.

Cernunnos - Der Weihestein von Reims

Selbst nach der Eroberung Galliens durch die Römer ist der alte Glaube an Cernunnos als den Gott der Tiere und der Wälder nicht erloschen. Abbildungen auf Weihesteinen datieren bis weit in die römische Kaiserzeit. Im Gegensatz zu anderen keltischen Gottheiten ist er dabei nicht der Interpretatio Romana zum Opfer gefallen und wurde mit keinem klassischen römischen Gott gleichgesetzt.

Auf dem Stein aus Durocorturum, dem heutigen Reims, aus dem späten 1. Jahrhundert, dessen Darstellung uns zu dem Anhänger inspiriert hat, wird Cernunnos von Apollo und Merkur flankiert. Cernunnos Anhänger von Replik-Shop.de
Er bildet das Zentrum des Weihesteins, wo er aus einem Beutel Wasser oder Getreide ausschüttet, um einen Bullen und einen Hirschen zu füttern. Eine vorgeschlagene Interpretation, nach der Cernunnos auf der Darstellung Münzen als Symbole für Reichtum und Wohlstand ausgeschüttet, halte ich eher für unwahrscheinlich.

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Gewicht 0.200000
Größe 25 mm
Epoche Kelten
Material Silber 925
Art der Replik Anhänger
Lieferumfang Lieferung im Schmucketui mit Lederbändchen und Zertifikat
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