Keltisches Radamulett, Rouelle, Bronze

Diese Form der Amulettanhänger läßt sich seit der keltischen Epoche bis in die römische Kaiserzeit nachweisen. Abguss eines Originalstücks, 1. Jahrhundert v. Chr. bis 1. Jahrhundert n. Chr.

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Keltisches Radamulett, "Rouelle"

Kleiner Radanhänger nach einem Originalfund aus der römischen Provinz Obergermanien. Der Durchmesser des dezenten Schmuckstücks liegt bei etwa 20 mm, die Lieferung erfolgt mit Lederbändchen, Etui und Zertifikat.

Keltisches Radamulett, "Rouelle"

Seit der Entdeckung der ersten Räder wurden zahlreiche Exemplare an verschiedenen keltischen Orten ausgegraben. Diese gegossenen Räder haben in der Regel nur einen Durchmesser von wenigen Zentimetern. Man findet sie fast ausschließlich an Schreinen oder mit Kulten verbundenen Stätten. Trotz der verschiedenen Interpretationen bleibt ihre Funktion rätselhaft: Wozu dienten diese Objekte, deren Ikonografie Erinnerungen an die Vergangenheit weckt?

In der keltischen Kunst und Darstellung ist das Rad ein starkes und wiederkehrendes Motiv. Als Symbol der Erneuerung und der Zyklen, der Trägheit der Bewegung und der kosmologischen Ordnung hat das Rad eine sehr starke Symbolik, die eher positiv konnotiert ist. Auch als Attribut des Himmelsgottes Taranis erscheint das Rad. Der keltische Gott wurde später in provinzialrömischer Zeit  mit dem Himmelsgott und Blitzeschleuderer Jupiter gleichgesetzt. In der römischen Provinz nördlich der Alpen findet man sogenannte Jupiter-Giganten-Säulen, auf denen der römische Himmelsgott als Reiter über seinen niedergeworfenen Gegner, einen Giganten, hinweg reitet. Oft trägt Jupiter dabei einen Schild in Form eines Rades. Dies ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie alter keltischer Kult von den neuen römischen Herren überformt, aber dennoch mindestens bis ins 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. weitergeführt wurde.
In der germanischen Kultur wurde der Gott Thor (oder, bei den Westgermanen, "Donar"- daher unser heutiges Wort "Donner") als Wettergott verehrt, der mit seinem Hammer Blitze schleudert. Der Donner wurde dabei vom Rumpeln und Poltern seines Wagens erzeugt, mit dem er von göttlichen Ziegen gezogen über den Himmel flog.

Neben den Votivrädern, die in Heiligtümern in Münzdepots gefunden wurden, findet man das Rad in einer Vielzahl von Kontexten. Es wurde auf der Rückseite von Münzen geprägt, schmückte aber auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs und Ritualgegenstände wie die Omphaloi oder beispielsweise den berühmten Silberkessel von Gundestrup.

Die Komplexität dieser Symbolik scheint uns also zu einem Gegenstand zu führen, der hauptsächlich als Amulett und religiöses Symbol verwendet wurde. Allerdings gibt es auch die Theorie, dass einfache Rouelles auch als münzähnliche Zahlungsmittel verwendet wurden.

 

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Gewicht 0.003000
Größe 20 mm
Epoche Kelten
Material Bronze
Art der Replik Anhänger
Lieferumfang Mit Schmucketui und Lederbändchen
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