Phalera Kybele, Bronze

Römische Zierscheibe (Phalera), plastisch ausgearbeitet mit dem Motiv der magna mater Kybele. Der orientalische Myterienkult verbreitete sich bis in die Provinzen Gallia und Germania. Handarbeit aus massiver Bronze!

Artikelnummer
462001
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Phalera Kybele, Bronze

Zur Herstellung wird zunächst ein detailliertes Modell in Wachs hergestellt, das von Hand nachgearbeitet und anschließend in einem aufwändigen und authentischen Gußverfahren in Metall gegossen wird. Danach wird der Rohling erneut intensiv von Hand nachgearbeitet, verschliffen und poliert. Es handelt sich dabei nicht um dünnes Blech oder einen Kunstharzabguss mit dünnem Metallüberzug, sondern um eine sehr schwere und wertige Arbeit aus massiver Bronze mit einem Durchmesser von ca. 90mm und einem Gewicht von über 200 Gramm. Zur Befestigung werden Nieten mitgeliefert, wahlweise sind auch aufgelötete Ösen möglich.

 

Phalera-Befestigung: Nieten oder Ösen?

Die Befestigung mit Nieten ist vielseitiger. Hierfür müssen Löcher in den Rand der Phalera gebohrt werden. Damit können die Befestigungspunkte individuell gewählt werden, und auch andere Verwendungen, beispielsweise als Möbelbeschlag oder Emblemata in einem Teller (wie das Original in sekundärer Verwendung), sind so problemlos möglich.

Die Befestigung mit Ösen und Splint ist schneller und einfacher, allerdings muss dabei die Riemenführung zu den Befestigungspunkten passen. Auf der Rückseite können die Splinte in empfindlicher Unterkleidung hängen bleiben. Auch ist hier nur das Aufbringen auf Lederriemen als Phalera möglich. Diese Befestigungsart wurde beispielsweise bei den Phaleren von Lauersfort verwendet.

 

Phalera Kybele

Diese Zierscheiben fanden vielseitige Verwendung als Applikationen und Ehrenabzeichen, vor allem im militärischen Bereich. Bekannt sind diese vor allem von Grabsteinen römischer Centurionen, die die Abzeichen an einem Brustgeschirr getragen haben.

Die Phalera mit dem Motiv der Kybele war mit hoher Wahrscheinlichkeit ursprünglich an einem Ordengeschirr eines römischen Offiziers befestigt und wurde in Zweitverwendung als Emblem in einer silbernen Trinkschale verwendet.


Diese sogenannten Phialen finden sich z.B. im Hildesheimer Silberschatz und in einer vom Vesuv zerstörten Villa bei Boscoreale am Golf von Neapel.
Ähnliche Motive wurden auch als Verzierungen an Truhen oder Klinen angebracht.

Kybele ist ursprünglich eine Muttergottheit aus Anatolien, dem antiken Phrygien. Der Kybele-Kult wurde bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. nach Rom gebracht, im Jahre 191 v. Chr. wurde der Tempel für die "Magna Mater" auf dem Palatin eingeweiht. Ihre Funktion als Schutzgöttin der Städte und Festungen wird durch die Krone in Form einer Mauer symbolisiert.

Der Mysterien-Kult von Kybele und Attis war weit verbreitet, selbst in Mainz, Trier und Köln wurden Heiligtümer entdeckt. Eine Verbindung mit dem heimischen Matronen-Kult ist anzunehmen und hat die Verbreitung sicher begünstigt.

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Gewicht 0.230000
Größe 90 mm
Epoche Römer
Material Bronze
Art der Replik Militaria
Lieferumfang Mit Nieten und Anleitung, montagefertig.
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